Kosmetikinstitut eröffnen in der Schweiz: die Checkliste

Veröffentlicht am 4. Juli 2026 · 7 Min. Lesezeit · Vom Posea-Team

Die Behandlungen beherrschen Sie — bleibt das Unternehmen. Hier ist die Checkliste der administrativen und praktischen Schritte, um in der Schweiz ein Kosmetikinstitut zu eröffnen, in der Reihenfolge, in der sie wirklich auftauchen. (Die Regeln unterscheiden sich je nach Kanton und Situation: Dieser Ratgeber gibt die Orientierung, Ihre Treuhänderin gibt die verbindlichen Antworten.)

1. Die Rechtsform wählen

Zwei klassische Wege für den Start: das Einzelunternehmen (einfach, schnell, günstig — aber persönliche Haftung) und die GmbH (CHF 20'000 Stammkapital, beschränkte Haftung, glaubwürdiger gegenüber Vermieterinnen und Partnern). Viele Institute starten als Einzelunternehmen und wechseln zur GmbH, wenn sich die Tätigkeit bestätigt. Der Handelsregistereintrag ist für die GmbH obligatorisch, für das Einzelunternehmen ab CHF 100'000 Umsatz.

2. Die MWST: die Schwelle von CHF 100'000

Unter CHF 100'000 Jahresumsatz ist die MWST-Pflicht freiwillig; darüber ist sie obligatorisch. Kosmetische Behandlungen unterliegen dem Normalsatz (8,1 % seit 2024). Es gibt zwei Abrechnungsmethoden — effektiv oder Saldosteuersatz, für ein Institut oft einfacher — zu wählen mit Ihrer Treuhänderin. Denken Sie voraus: Eine Software, welche die Schweizer MWST beherrscht und die Abrechnung produziert, erspart Ihnen jedes Quartal Stunden in der Tabelle.

3. Sozialversicherungen und Versicherungen des Instituts

  • Selbstständig: Anschluss an AHV/IV/EO bei der Ausgleichskasse; die 2. Säule ist freiwillig, aber empfehlenswert.
  • Ab der ersten Angestellten: AHV, obligatorische Unfallversicherung (UVG), berufliche Vorsorge (BVG) ab der Lohnschwelle, gegebenenfalls Quellensteuer.
  • Für das Institut: Berufshaftpflicht (unerlässlich, wenn man die Haut berührt), Versicherung für Räume und Material.

4. Das Lokal: Mietvertrag und Hygiene

Prüfen Sie die Nutzung des Lokals (gewerbliche Tätigkeit zulässig), die spezifischen Bedürfnisse (Wasseranschluss pro Kabine, Lüftung) und die kantonalen Hygieneanforderungen für Ihre Disziplin — einige Kantone unterstellen bestimmte Praktiken (zum Beispiel Behandlungen mit Verletzung der Hautbarriere) besonderen Regeln oder Bewilligungen. Erkundigen Sie sich bei der zuständigen kantonalen Stelle, bevor Sie den Mietvertrag unterschreiben.

5. Kasse und Kassieren

Ihre Kundinnen zahlen per TWINT, Karte und bar. Planen Sie ein: ein Kartenzahlungsmittel (Terminal), TWINT, eine Kasse mit 5-Rappen-Rundung, saubere Quittungen und einen Tagesabschluss — das erwartet auch Ihre Treuhänderin von Ihnen. Seit 2020 hat die QR-Rechnung die Einzahlungsscheine abgelöst: Wenn Sie Rechnungen stellen (Pauschalen, Firmen, Gutscheine), muss Ihr Werkzeug sie erzeugen.

6. Ab dem ersten Tag auffindbar und buchbar sein

Noch vor der Eröffnung: ein Google-Unternehmensprofil (mit Öffnungszeiten und Fotos), ein professionelles Instagram-Konto und vor allem eine Online-Buchungsseite — sie verwandelt die Neugier («neues Institut im Quartier!») in erste Termine, ohne dass Sie während der Bauarbeiten am Telefon hängen. Ein Buchungslink in der Instagram-Bio genügt für den Start, noch bevor Sie eine Website haben.

7. Der erste Monat: drei Zahlen messen

Wochenumsatz, Auslastung des Terminplans und Herkunft der Kundschaft (Mundpropaganda, Instagram, Google). Diese drei Zahlen bestimmen Ihre Prioritäten im zweiten Monat. Eine Verwaltungssoftware produziert sie automatisch — ein Heft nicht.

Ausgerüstet starten, ohne grosse Investition

Die klassische Falle beim Start: Werkzeuge anhäufen (hier ein Kalender, dort eine Kasse, dazu eine Excel-Datei mit Kundinnen). Eine für die Schweiz gebaute All-in-one-Software wie Posea startet bei CHF 19.90/Monat ohne Bindung — Terminplan, Online-Buchung, Kasse, QR-Rechnung und verschlüsselte Kundendossiers inklusive — und wächst mit dem Institut (Team, SMS, Treueprogramm, Buchhaltung). Die 14 Testtage sind kostenlos und ohne Kreditkarte: genug, um die Eröffnung in Ruhe vorzubereiten.

Häufige Fragen

Braucht es ein Diplom, um in der Schweiz ein Kosmetikinstitut zu eröffnen?

Der Beruf der Kosmetikerin ist auf Bundesebene nicht einheitlich reglementiert, einzelne Kantone regeln aber bestimmte Praktiken (Gerätebehandlungen, Verletzung der Hautbarriere…). Prüfen Sie die Anforderungen Ihres Kantons — und bedenken Sie, dass ein EFZ oder ein gleichwertiger Abschluss ein echter kommerzieller Vorteil bleibt.

Ab welchem Umsatz muss ich MWST verrechnen?

Die Steuerpflicht wird ab CHF 100'000 Jahresumsatz obligatorisch. Darunter ist sie freiwillig. Die Wahl der Abrechnungsmethode (effektiv oder Saldosteuersatz) treffen Sie idealerweise mit einer Treuhänderin.

Welches Softwarebudget braucht der Start?

CHF 19.90/Monat genügen für den Start mit einem vollständigen Werkzeug (Terminplan, Online-Buchung, Kasse, Erinnerungen, QR-Fakturierung). Der teure Fehler ist eher das Anhäufen kostenloser Werkzeuge, die nicht miteinander reden — und die Buchungskommissionen mancher Plattformen.

Testen Sie Posea mit Ihrem Betrieb

Terminplan, Online-Buchung, Kasse und QR-Rechnung — 14 Tage geschenkt, ohne Kreditkarte.

Konto kostenlos erstellen